Firwat steet an der Zeitung, Du wiers e “Brandstëfter”, Papa?

Prélude:

De Fall vun der Madame Christiane Kies als Kandidatin op der ADR – Lëscht fir d’ Gemengerotswalen 2017 huet rëm ville Leit Geleenheet gin, ideologesch motivéierten Haass iwert d’ ADR ënnert engem vermeintlech gudde Virwand lasszegin.

Schued….et war eng  “Affaire”, déi eigentlech keng war…

Si war awer trotzdem komplett onnéideg an hätt kënnen a sollen vun der ADR-Spëtzt am Virfeld verhënnert gin, well si schiedegt all aner seriö Kandidaten, déi de Fernand Kartheiser zurecht op séngem Blog als “couragéiert” bezeechent, op dëser an op anere Lëschten, besonnesch an dësen Zäiten, wou “Cyber-Milizen” op de soziale Medien eng nei Form vun Inquisitioun  agefouert hun.

Der Madame Kies hier Aussoen op Youtube  (déi vläischt strofrechtlech Videon schénge mëttlerweil geläscht ze sin) si penibel. Si sin net nëmmen eng Beleidejhung vu ville Mënschen a vum Verstand, mee och eng Blasphemie vis à vis vun der chrëschtlecher Relioun, déi si hei a Geiselhaft hëlt fir hier onsäglech Iwerleeungen.

 

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“Firwat steet an der Zeitung, Du wiers e “Brandstëfter”, Papa?”

 

Sou huet méch 2008/2009 mäi Meedchen ugeschwat, well d’ Kanner am Schoulhaff esou iwert méch geschwat hätten…Dat war zu dësem Zäitpunkt am Kader vun der Rufmord – Campagne vum Wort, déi deen deemolege Wort-“Journalist” Laurent Zeimet géint méch (an anerer) gefouert huet, well ech méch zu deem Zätpunkt am Kader vun der Mobiliséirung géint déi vum Här Juncker toleréiert a gefördert alternativ Majoritéit an der Chamber fir dem Här Huss säin Euthanasie-Projet an der ADR engagéiert hat, well déi deemoleg CSV ze feig war (an haut och nach ëmmer as), dat oppen unzeschwätzen. Den Här Zeimet huet deemools -géint all journalistesch Deontologie- vu mir a vun aneren als “geistige Brandstifter” geschwat, déi “Unterschlupf” bei der ADR font hätten, alles Bezeechnungen mat krimineller Connotatioun. Dat war en ähnleche Jargon (“Hass-Hemmschwellen senkend” géif een op Däitsch soen) wéi deen, deen haut deen aktuelle Chefredakter Jean-Lou Siweck (aus dem Här Juncker sénger Schoul) a séngem Editorial vum 16. September 2017  gebraucht huet. Hei kommen d’ “Schmuddelkinder” nach dobäi. Den Här Léon Zeches, deemolege Chef-Redacteur vum Wort, mat deem ech ganz vill a gutt zesumme schaffe konnt, huet mir deemools Recht gin a mir versprach, hie géif dat bei deem betreffende “Journalist” uschwätzen… Haut sin déi selwecht Ongeeschter anscheinend rëm do. Schued fir deen Differenzéirungsverloscht an enger Zeitung, déi dem (kathoulesche) Bistum gehéiert.

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

 

Zum Artikel  über das Internationale Forum für Lernschwierigkeiten vom 30.1.2016

Eine für mich sehr stimmige Definition von Krankheit in Bezug auf Lern-und Aufmerksamkeitsstörungen stammt von Prof. Andreas Warnke:  „Wir sprechen von Krankheit, wenn eine körperliche oder seelische Beeinträchtigung so schwerwiegend ist, daß ein Kind oder Jugendlicher der Bewältigung von alters-und entwicklungsangemessenen Lebensaufgaben nicht nachkommen kann und dadurch seelisches und körperliches Leid von Behandlungsrelevanz entsteht.
Die von dem Störungsbild betroffenen Kinder und Jugendlichen haben eine hohe Gefährdung in ihrer sozialen Eingliederung zu scheitern, in Familie, Kindergarten, Schule und Beruf in Außenseiter-positionen zu geraten und  in ihren begabungsadäquat schulischen und beruflichen Ausbildungsgängen zu scheitern.“

Wieso  das von der Fondation du Grand-Duc et de la Grande-Duchesse  veranstaltete  Symposium zu Lern-und Aufmerksamkeitsstörungen  (von Dyslexie über Dyspraxie, Dysphasie, Dyscalculie zu ADHS), laut Homepage und Pressekonferenz,  als einen der Hauptgedanken des Kongresses angegeben hat, dass diese Störungen weder als Krankheit noch als Behinderung zu bezeichnen seien, ist mir nicht bekannt. Es stellt aber aus neurologischer Sicht ein schwer verständliches  und weder  wissenschaftlich noch gesundheits-politisch argumentierbares Konzept dar .

Der zurecht wie oben  definierte Krankheits-und Behinderungsbegriff dient auch als  Schutz und  Rechtsquelle: Schutz vor Ausgliederung, Recht auf Diagnostik, Recht auf Differenzierung und Inkludierung, Recht auf Behandlung, Recht auf Kostenübernahme durch die Krankenkasse ohne das die betroffenen Kinder und Erwachsenen keinen  Anspruch auf angemessene Berücksichtigung in unseren Schulen ( aménagement raisonnable) oder am Arbeitsmarkt (Statut des travailleur handicapé) haben.

Dr Robert Thill-Heusbourg

Facharzt für Neurologie

Präsident des Treffpunkt ADHS

siehe auch das Video hierzu auf meiner Facebook-Seite

Recht zum Sterben-Pflicht zum Sterben: Seid Sand, nicht Öl im Getriebe der Welt

Dr Robert Thill-Heusbourg

Vortrag am Ethik-Symposium

St. Josef-Hospital Wiesbaden

  1. November 2015


Zwei Bemerkungen zu Beginn:

  1.  Folie Centre Hospitalier du Nord

Als wir 2003 in Ettelbruck unser Klinikum neu bauten, hatten die Architekten die Idee, die Palliativstation nicht nur nicht im allgemeinen Bettenflügel, sondern im ruhigeren zentralen Verwaltungsturm unterzubringen, andererseits aber auch nach aussen eine Grenze zu überschreiten, indem sie die Zimmer einfach einen Meter über die Fassade hinauswachsen liessen : zeichenhaft für das Mehr an Engagement, Zeit und Raum, was  gute Medizin und Palliativmedizin von uns einfordern.

  1. Folie Wappen Spaniens: Plus ultra

Im Wappen Karls V. symbolisieren die Säulen des Herakles noch die Grenzen der alten Welt, das “Non plus ultra”, das “Hier geht es nicht mehr weiter”, konkret bei den Phöniziern die Meerenge von Gibraltar, aber Karl V. hatte diese Säulen dann nach seinem Vorstoss nach Amerika mit einem neuen Spruchband mit seinem nun modifizierten Wahlspruch “plus ultra”, also “darüber hinaus”, “immer weiter”, versehen. Dieses “Plus ultra” ist nun auch zur Devise unserer globalisierten Welt geworden und dient quasi als Auftrag, alle bestehenden Grenzen, und natürlich besonders  in den Geistes-und Naturwissenschaften, aber auch im religiösen, ethischen und moralischen Geistesraum in Frage zu stellen.

 

Ich habe immer schon gesagt, dass die Vorbereitung zum Euthanasie-Denken  schon beim öffentlichen Transport beginnt. Wenn wir es nicht schaffen, den schwächeren Mit-Menschen, welche nicht mehr so gut und so schnell „funktionieren“, das Gefühl zu geben, dass sie ge-und beschützt (siehe „Pallium“) werden, dann brauchen wir uns auch nicht zu wundern, wenn sie früh- und vorzeitig bereit sind, Schluss zu machen und ihrem Leben ein Ende zu bereiten (bereiten zu lassen), sobald sie auf die Hilfe und Unterstützung anderer Menschen angewiesen sind.

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Der Abschied von Grenzen und Ritualen – Euthanasie und die Suche nach der Achtsamkeit des Lebens

Vortrag am Symposium « Palliativ ohne Grenzen », Meran

Themenschwerpunkt « Würde bis zuletzt »

30.5.2014

Dr Robert Thill-Heusbourg, Hôpital Saint Louis

Centre Hospitalier du Nord, Ettelbruck

 

 

„Der Abschied von Grenzen und Ritualen“

– Euthanasie und die Suche nach der Achtsamkeit des Lebens

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

Ich werde den Gedankenraum dieses Vortrags in einem Dreischritt mit ihnen begehen. Im ersten Gedankenraum begegnen wir dem Begriff der Grenzen , im zweiten Gedankenraum begegnen wir dem Begriff der Rituale. Den dritten Gedankenraum habe ich in vier kleinere Räume unterteilt : Achtsamkeit, Askese des Raumes, Askese der Zeit, Langsamkeit.

 

Ein alter Hofrat, den ich vor mehr als 30 Jahren in Graz kennen lernen durfte, pflegte seinen Vorträgen immer eine Art kurzes Ritual einer « Bitte um Nachsicht », einer « captatio Continue reading:   Der Abschied von Grenzen und Ritualen – Euthanasie und die Suche nach der Achtsamkeit des Lebens

Leserbrief an den Chefredakteur des Luxemburger Wort

24.Juni 2014

 

Herrn Jean-Lou Siweck

Chefredakteur

Luxemburger Wort

 

 

 

Sehr geehrter Herr Siweck,

 

In Ihrem Leitartikel vom 21. Juni zum Thema ADR “Platzproblem” schreiben Sie unter anderem:

 

“Fernand Kartheiser gibt seinerseits vehement den Verteidiger eines erzkonservativen Familienbildes. Nur schade, dass er seine politische Karriere vorher, als Vorsitzender der Männervereinigung AHL, auf seiner Scheidung aufgebaut hat…”

Ich bin erstens darüber verwundert, dass sie Herrn Kartheiser somit unterstellen, dass er sein Engagement für ein “konservatives Familienbild” nur vortäuscht (“Gibt..den Verteidiger”) Dass sie zweitens einen (vermeintlichen) Gegensatz sehen zwischen seinem konsequenten Eintreten für ein “konservatives” Familienbild und der Tatsache seiner Scheidung, ist doch erstaunlich für einen Menschen Ihrer Bildung und Ihres Auftrags. Ich glaube nicht, dass der Umstand, in einer Ehe gescheitert zu sein, ein Grund sein könnte, sich nicht mehr für ein katholisches – Sie nennen es “erzkonservatives”- Familienbild einzusetzen, im Gegenteil. Gerade aus dem Scheitern heraus erstehen Menschen oft mit einem erneuerten Blick auf das Vergangene und vermögen so anders und manchmal auch besser mit alten Idealen und anderen Menschen umzugehen.

Ich finde es weiters befremdlich und bedauerlich, dass sie Herrn Kartheiser einen Vorwurf daraus zu machen scheinen, dass er als politisch denkender Mensch seine persönliche Situation als Geschiedener, die er mit vielen Menschen in unserem Land teilt, zu einem seiner Ausgangspunkte für sein politisches Handeln macht. Für sehr viele Menschen in psycho-sozialen und politischen Berufen lassen sich ihr spezifisches Engagement und ihre Berufswahl auf solche biographischen Wunden zurückführen und dies ist weder krankhaft noch ehrenrührig.

Hochachtungsvoll und mit der Bitte um Veröffentlichung auf Ihrer Leserbriefseite,

 

Dr Robert Thill-Heusbourg

Kommunikatiounsfiasko vu Regierung a Polizei

 

Déi Aart a Weis, wéi d’ Regierung an d’ Polizei d’ Aféirung vum “ Droge-Schnelltest Drugwipe ” (schon eleng dese Numm as medezinesch gesi falsch) am Public virgestallt huet, as mënschlech a medientechnesch e Kommunikatiounsfiasko, well d’ Regierung no dem éischten Echec vun der Aféirung vum Drugwipe-Test am Oktober 2007 (dat heescht den deemolegen Transportminister Lucien Lux an den nach-aktuelle Gesondheetsminister Mars di Bartolomeo) de medezinesche Fachgesellschaften an de Patientenorganisatiounen héich an helleg versprach haten, datt si géifen d’ Objektiounen vun all dene medezinesche Spezialisten a vum Collège Médical bei der Neifaassung a Vierstellung vu Reglement a Gesetz seriö huelen, mee dat as awer leider an onverständlecherweis ni geschitt.

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Table -Ronde zuer Education Nationale an Integratioun den 22. Mee 2009 op RTL-Tele Lëtzebuerg

http://wahlen.rtl.lu/tele/tables_rondes/26856.html

Pressekonferenz zum Gesondheetswiesen 10.10.2010

http://www.youtube.com/watch?v=2m3KjMWfG6A&feature=player_embedded

Cannabis und Moneten?

 

„Wieso die Ärztevereinigung AMMD den Arbeitskampf ausgerufen hat, versteht in der breiten Öffentlichkeit niemand. Die Ärzte fürchten sich scheinbar vor einer Verstaatlichung der Medizin. In Wahrheit geht es ihnen um die Verteidigung ihrer Pfründe – auch wenn sie das nie offen zugeben würden.“, so Joëlle Merges in einem Kommentar im LW vom 23.10.2010.

In der Brockhaus Enzyklopädie bezeichnet „Pfründe“ ein „kirchliches Benefizium, nach früherem katholischen Kirchenrecht ein Kirchenamt, das mit einer Vermögensaustattung (Land, Geldvermögen u.a.) verbunden war, deren Erträge zum Unterhalt des Amtsinhabers (Benefiziat) bestimmt waren.“

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Behinderung und Krankheit: zu einer neuen Facebook-Campagne

 
“ KINDERMIT BEHINDERUNGEN SIND NICHT KRANK. SIE SUCHEN KEINE THERAPIE, SONDERN AKZEPTANZ. DIESE WOCHE IST DER SPECIAL EDUCATION GEWIDMET. 93% DER MENSCHEN WERDEN DIESEN POST NICHT KOPIEREN. ICH HOFFE IHR GEHÖRT ZU
DEN 7% DIE ES KOPIEREN WERDEN UND MINDESTENS 1 STUNDE IM PROFIL LASSEN. ”
So heisst es in einem neuen, auf Facebook zirkulierenden Schreiben.