{"id":64,"date":"2008-11-24T20:22:52","date_gmt":"2008-11-24T19:22:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/?p=64"},"modified":"2009-12-03T09:51:05","modified_gmt":"2009-12-03T08:51:05","slug":"die-grenze-als-ort-der-erkenntnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/?p=64","title":{"rendered":"Die Grenze als Ort der Erkenntnis"},"content":{"rendered":"<p><!-- \t\t@page { size: 21cm 29.7cm; margin: 2cm } \t\tP { margin-bottom: 0.21cm } --><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: large;\"><em><strong>\u00dcber die moderne Euthanasie der Vernunft<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"justify\"><span style=\"font-size: large;\"><span lang=\"de-DE\"><em><strong>von Dr. Robert Thill-Heusbourg<\/strong><\/em><\/span><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><span lang=\"de-DE\"><em><strong>*<\/strong><\/em><\/span><\/span><\/p>\n<p>In Bezug auf die bald bevorstehenden zweiten parlamentarischen Abstimmungen zu Palliativmedizin-und Euthanasie-Gesetz erinnert mich die jetzige politische Situation in Luxemburg an eine Kurzgeschichte von Bert Brecht \u201eWenn Herr K. einen Menschen liebte\u201c : \u201eWas tun Sie\u201c, wurde Herr K. gefragt, \u201ewenn Sie einen Menschen lieben?\u201c \u201eIch mache einen Entwurf von ihm\u201c, sagte Herr K., \u201eund sorge, da\u00df er ihm \u00e4hnlich wird.\u201c \u201eWer? Der Entwurf?\u201c \u201eNein\u201c, sagte Herr K., \u201eder Mensch.\u201c (1)<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In wenigen Wochen wird unser Parlament also aller Wahrscheinlichkeit nach einem Gesetzesentwurf zur Euthanasie und Beihilfe zur Selbst\u00f6tung Gesetzeskraft verleihen, der die moralischen und philosophischen Grundstimmungen unserer Gesellschaft radikal \u00e4ndern wird im Sinne der erw\u00e4hnten Kurzgeschichte von Brecht. Die Philosophie des Gesetzes nimmt hier nicht Mass am Menschen, sondern der Mensch muss Mass nehmen an der Philosophie des Gesetzes und ihrer Vordenker.<\/p>\n<p>Wenn dieses schlechte Gesetz mit seinen schlechten Anwendungsm\u00f6glichkeiten gestimmt wird, so haben wir das im Rahmen der demokratischen Beschlussfassung zwar zu respektieren, m\u00fcssen es aber nicht gut heissen. Wir m\u00fcssen im Gegenteil alles daran setzen, dass m\u00f6glichst viele Menschen noch besser \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der Palliativmedizin informiert werden, denn nur sie gibt eine (medizinische) Anwort auf allgemein menschliche und medizinische Fragen am Ende des Lebens.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen auch mehr daf\u00fcr arbeiten, dass die Irrwege im Denken und Handeln bez\u00fcglich der T\u00f6tung von Mitmenschen und der Beihilfe zur Selbstt\u00f6tung, welche der Formulierung dieser Gesetzestexte vorausgegangen sind und in diesen Texten konkret Gestalt angenommen haben, von immer mehr Menschen als solche erkannt und folglich dann auch nicht mehr benutzt werden.<\/p>\n<p>Wenn unser \u201emoderner\u201c Staat jetzt auf Antrag einer sogenannten \u201egr\u00fcnen\u201c (hier stand einmal die Idee einer nachhaltigen, nicht utilitaristischen Enwicklung unserer Gesellschaft am Ursprung der Bewegung) und einer sogenannten \u201esozialistischen\u201c (hier stand einmal die Idee eines solidarischen Gemeinwesens am Ursprung der Bewegung) Partei erneut eine Lizenz zum T\u00f6ten vergeben will und daf\u00fcr im Sinne einer\u00a0 Verschleierung den weissen Mantel der Medizin missbraucht, damit m\u00f6glichst vielen Menschen m\u00f6glichst wenige Gedanken und Bedenken kommen, dann sollten wir fortgesetzt Einspruch erheben.<\/p>\n<p>Wir erheben Einspruch dagegen, dass die Pallativmedizin auch von dieser Regierungskoalition in Geiselhaft genommen wurde und dass das Gesetz zur Palliativmedizin noch immer nur in &#8211; sachlich und philosophisch nicht gerechtfertigter &#8211; Verbindung mit dem Euthanasiegesetz diskutiert und legislativ abgehandelt werden soll. Die Zeit, die hier vertan wurde, steht in diesen Monaten in einem direkten Zusammenhang mit nicht respektierter Lebenszeit von ganz konkreten\u00a0 Patienten am Lebensende, denen wir f\u00fcr die ihnen verbliebene Zeit ein Mehr an Lebensqualit\u00e4t aus niedrigen Motiven schuldig geblieben sind.<\/p>\n<p>Wir erheben Einspruch dagegen, dass die Medizin im Euthanasiegesetz daf\u00fcr\u00a0 missbraucht wird, um nicht-medizinische und ideologische Inhalte in die Medizin und in unsere Gesellschaft einzuf\u00fchren. Euthanasie ist ein medizin-fremder Gedanke, der von der grossen Mehrheit der \u00c4rzte abgelehnt wird und der die Therapieoptionen nicht bereichert, sondern\u00a0 entscheidend beschneidet.<\/p>\n<p>Wenn diese Gesellschaft erneut eine Lizenz zum T\u00f6ten vergeben will (die Todesstrafe wurde ja bei uns gerade auf besonderes Betreiben von \u201egr\u00fcnen\u201c und \u201esozialistischen\u201c Politikern ge\u00e4chtet, die christlich-soziale Partei hat in der Zwischenzeit wenigstens aus ihrer einst unkritischen Haltung der Todesstrafe gegen\u00fcber gelernt) dann sollte diese Gesellschaft auch &#8211; in Analogie zur Praxis der paramedizinischen T\u00f6tungspraxis im Rahmen des US-amerikanischen Todesstrafenvollzugs &#8211; den neuen Beruf des para-medizinischen T\u00f6tungstechnikers einf\u00fchren, denn hierf\u00fcr braucht man keine lange und teure Ausbildung.<\/p>\n<p>Die Vereinigungen der US-amerikanischen \u00c4rzte und Krankenpfleger haben sich vor Jahren schon offiziell dagegen entschieden, dass ihre Mitglieder an der Exekution durch die Gift-Spritze (Vorgangsweise und Rezept entsprechen im \u00fcbrigen auch der in unseren Nachbarl\u00e4ndern g\u00e4ngigen und in unserem Land geplanten Euthanasie-Praxis) teilnehmen, da sie &#8211; aus gutem Grund &#8211; bef\u00fcrchten, dass die Teilnahme und Mitwirkung\u00a0 von \u00c4rzten und Krankenpflegern an der Todesstrafe ihre gesellschaftliche Akzeptanz erh\u00f6hen k\u00f6nnte, da man ja bislang davon ausgehen konnte, dass alle \u00e4rztlich geplanten, durchgef\u00fchrten oder auch nur begleiteten Handlungen\u00a0 als ethisch und moralisch besonders reflektiert gelten konnten, der Arzt sozusagen einem moralischen G\u00fctesiegel entsprach. Diese Qualit\u00e4tsbescheinigung durch eine pseudo-medizinische Inszenierung sollte der Todestrafe laut diesen Berufsvereinigungen nicht zugute kommen.(2,3)<\/p>\n<p>Und gleiches gilt nat\u00fcrlich f\u00fcr die pseudo-medinische Inszenierung der Euthanasie und der Beihilfe zur Selbstt\u00f6tung. Alle Politiker und alle B\u00fcrger, welche dieses Gesetz bef\u00fcrworten, sollten den Mut haben, zu sagen, dass es hier um das Recht auf einen schnellen Tod bzw. vor allem auf ein schnelles Get\u00f6tet-Werden geht und dieses ist keine Aufgabe der Medizin. Das Recht auf einen \u201eguten Tod\u201c ist ein prim\u00e4res Menschenrecht und wird am besten im Rahmen der Palliativmedizin ber\u00fccksichtigt und verwirklicht. Wo \u00c4rzte und Krankenpfleger aus Unwissenheit oder Fahrl\u00e4ssigkeit der Verwirklichung dieses Menschenrechts auf einen \u201eguten Tod\u201c entgegenstehen, sollten wir diese benennen und besser ausbilden. Die vielen, die auch heute noch schlecht und unbegleitet sterben, sterben so nicht\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 w e g e n\u00a0 ungen\u00fcgender medizinischen M\u00f6glichkeiten sondern\u00a0 t r o t z\u00a0\u00a0 gen\u00fcgender medizinischen M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Viel zu oft sind leider auch \u00c4rzte und Krankenpfleger auch allgemein menschlich nicht ausreichend ausgebildet, vorbereitet und willens, dem Sterbenden einen \u201eguten\u201c und begleiteten Tod zu erm\u00f6glichen und mitzugestalten. Aber gleiches gilt f\u00fcr die Familienangeh\u00f6rigen der Patienten. Alle auch durch geduldiges Zuh\u00f6ren und Reden unbeeinflussbaren Euthanasiew\u00fcnsche, die mir in meiner nun zwanzigj\u00e4hrigen Berufst\u00e4tigkeit angetragen wurden, stammten ausnahmslos von \u00fcberforderten und ungeduldigen Familienangeh\u00f6rigen, die den Anblick und das Begleiten \u201eihres\u201c Sterbenden nicht ertragen konnten und wollten, sogar wenn dieser in kurzer Zeit und ohne Schmerzen wohl begleitet von einem palliativ eingestellen multidisziplin\u00e4ren Team seine letzten Tage verbrachte.<\/p>\n<p>Wenn der Sterbende seine bisherigen Funktionen f\u00fcr die Zur\u00fcckbleibenden augenscheinlich und unwiederbringlich eingeb\u00fcsst hatte, so sollte auch seine Existenz beendet werden, und zwar am besten \u201esofort\u201c, wie viele sich erschreckenderweise ausdr\u00fcckten. Die Unf\u00e4higkeit einerseits, sich\u00a0 qualifiziert und nicht nur oberfl\u00e4chlich mit dem eigenen Leben und Sterben auseinanderzusetzen und ideologisch auf \u201efit, gesund, sch\u00f6n und funktionierend\u201c fixierte Lebensdefinitionen andererseits spielen hier unheilvoll zusammen.<\/p>\n<p>Wie wir aus allen Umfragen unter Politikern und B\u00fcrgern wissen, h\u00e4lt sich eine Mehrheit\u00a0 in Sachen Pallativmedizin f\u00fcr hinreichend informiert, um die Notwendigkeit und Tragweite dieses Euthanasiegesetzes beurteilen zu k\u00f6nnen. Wenn wir aber die konkreten Antworten auf medizinische Fragen in diversen Strassenbefragungen, \u00f6ffentlichen und privaten Diskussionen und in politischen Stellungnahmen genauer analysieren, dann staunen wir \u00fcber das Ausmass an fehlendem Sachwissen einerseits\u00a0 und an nur sehr schwach ausgebildeter Selbstkritik andererseits bei der grossen Mehrheit der Euthanasie-Bef\u00fcrworter. Der Anfang November ausgestrahlte Beitrag von Nordliicht-TV zu diesem Thema illustrierte auf erschreckende Art und Weise Verantwortungsdefizite gepaart mit Ahnungslosigkeit auch bei sogenannten Entscheidungstr\u00e4gern.<\/p>\n<p>Mit dem neuen Euthanasie-Gesetz erhalten die \u00c4rzte ein Mehr an Verantwortung und an Macht, mit dem umzugehen sie weder medizinisch noch menschlich ausgebildet sind, sodass dies nicht nur eine grosse Belastung und Gefahr f\u00fcr sie selbst, sondern auch f\u00fcr ihre Patienten und die ganze Gesellschaft darstellt. In einer grossen wissenschaftlichen Studie hat der M\u00fcnchner Professor f\u00fcr Palliativ-Medizin G. Borasio 2004 die Ergebnisse einer Befragung unter neurologischen Chef\u00e4rzten in Deutschland vorgestellt. 32% waren der Meinung, dass es illegal sei, Schmerzmittel in Dosierungen zu geben, die das Risiko der Atemdepression mit m\u00f6glicher Todesfolge beinhalten. 45 % bezeichneten auch die medizinisch indizierte\u00a0 Behandlung der terminalen Atemnot mit Morphin als Euthanasie (T\u00f6tung auf Verlangen). 60 % waren beunruhigt \u00fcber die M\u00f6glichkeit, wegen\u00a0 des Abbruchs lebenserhaltender Massnahmen einer kriminellen Handlung angeklagt zu werden und 47 %\u00a0 bezeichneten ihre eigene Ausbildung f\u00fcr die Begleitung in der Terminalphase als \u201em\u00e4ssig bis schlecht\u201c.(4)<\/p>\n<p>Es stellt sich hier die nicht sarkastisch gemeinte Frage, ob die Gesellschaft im Rahmen der nun anstehenden Euthanasie-Planungen die f\u00fcr die Sterbebegleitung nachweislich ungen\u00fcgend ausgebildeten \u00c4rzte noch einer Sonderausbildung im T\u00f6ten unterziehen sollte oder ob gerade diese schlechte Ausbildung nicht die beste Voraussetzung f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Euthanasie darstellt. Die Gefahr, dass sich auch schlecht ausgebildete \u00c4rzte weniger Fragen stellen als sie sollten, ist gross und unterscheidet sich nur in den m\u00f6glichen Konsequenzen, nicht aber im Grunds\u00e4tzlichen von der Situation anderer Berufsgruppen.<\/p>\n<p>Derzeit schaut es aber so aus, dass auch eine optimal ausgestaltete und ausgestattete Pallativmedizin die Bef\u00fcrworter der Euthanasie nicht umstimmen k\u00f6nnte, denn es geht ihnen um das Recht, den schnellen Tod zu geben und deswegen reden \u00c4rzte und Euthanasiebef\u00fcrworter so oft aneinander vorbei. In der Medizin am Lebensende begleiten wir und lassen sterben und das ist kein Weg der schnellen Schritte und des \u201eMachens\u201c. Hier beginnt ein geduldiges Miteinander in gegenseitiger Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>Auch die vor kurzem ver\u00f6ffentlichte letzte grosse Allensbach-Umfrage (5) zu diesem Thema in Deutschland unterschied sich in ihrer demagogischen Fragestellung nicht von den hier in Luxemburg durchgef\u00fchrten. Mit Fragen im Stil von &#8220;Wollen Sie, dass Menschen, die vor ihrem Tod schreckliche Schmerzen erleiden m\u00fcssen, durch eine Spritze zum Sterben geholfen werden kann?&#8221; erschafft man sich die vorher gew\u00fcnschte Zustimmung. Dass die\u00a0 M\u00f6glichkeiten der Palliativmedizin hier nicht einmal mehr erw\u00e4hnt<br \/>\nwerden, zeigt nur, dass es sich im Kopf der Fragesteller eigentlich schon nicht mehr um einen medizinischen, sondern nur mehr um einen ideologischen Zusammenhang handelt.<\/p>\n<p>Es geht der Mehrzahl unserer Politiker und Euthanasie-Bef\u00fcrworter leider\u00a0 nicht um Palliativmedizin\u00a0 o d e r\u00a0\u00a0 Euthanasie, wie wir (allzu) lange geglaubt haben, sondern um Palliativmedizin\u00a0 u n d\u00a0\u00a0 Euthanasie, wobei letztere auf den Schienen der Palliativmedizin in unserer Gesellschaft an Boden gewinnen will, als zwei philosophisch und technisch v\u00f6llig voneinander getrennte \u201eOptionen\u201c, wie ein jeder seinen Lebensweg \u201efrei und w\u00fcrdig\u201c beeenden k\u00f6nne. Diese Worte deshalb hier noch in Anf\u00fchrungszeichen, da ein wirklich autonomer Mensch die Gestaltung seines Todes eigentlich ohne die Abh\u00e4ngigkeit von der Best\u00e4tigung eines \u00c4rztekollegiums planen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die Diskussionen der letzten Monate und insbesonders die letzten \u00c4nderungsantr\u00e4ge der Gesetzesvorschlagsautoren Err\/Huss haben klar gezeigt, dass eine Trennung\u00a0 im sachlichen und sprachlichen Bereich\u00a0 notwendig sein wird. Wir haben irrt\u00fcmlich geglaubt, dass wir nur bessere \u00c4rzte werden m\u00fcssten um die Menschen besser im Sterben\u00a0 begleiten zu k\u00f6nnen und somit den Wunsch nach Euthanasie \u00fcberfl\u00fcssig zu machen. Wir haben (vergeblich) versucht, den Bef\u00fcrwortern der Euthanasie die Abl\u00e4ufe im medizinischen Qualit\u00e4tsmanagement nahezubringen, um sie davon zu \u00fcberzeugen, dass erst eine korrekte Evaluierung der jetzigen Sterbekultur die Voraussetzungen und Grundlagen schaffen k\u00f6nnte, mit denen man die Euthanasie-Diskussion im richtigen Rahmen f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Paul Tillich hat gesagt, dass die Grenze der eigentlich fruchtbare Ort der Erkenntnis sei.(6) Wir haben durch diese Grenz\u00fcberschreitungen etwas Wichtiges\u00a0 gelernt, aber wir haben einfach aneinander vorbei geredet. Wenn wir auch\u00a0 zuletzt \u00fcber die irref\u00fchrende und manipulierende Fragestellung der Allensbacher Umfrage emp\u00f6rt waren und uns fragten, wieso denn auch diese Fragesteller das (korrekte) Junktim mit der Palliativmedizin unterliessen, so zeigte es diese letzte Erhebung ganz klar, dass dieses Junktim gar nicht vergessen oder gar unterschlagen wurde, sondern f\u00fcr die Fragesteller im jetzigen gesellschaftspolitischen Kontext einfach nicht mehr gegeben war.<\/p>\n<p>Es geht also nicht darum, dass die Gesellschaft und unser Parlament zu entscheiden haben, ob sie Palliativmedizin\u00a0 o d e r\u00a0 Euthanasie wollen, denn das w\u00e4re ja eine rein medizinische Frage, bei der die gut ausgebildeten \u00c4rzte wissen, dass erstere die zweite medizinisch \u00fcberfl\u00fcssig macht. Da die Gesellschaft und unser Parlament aber eigentlich aus nicht-medizinischen Gr\u00fcnden entschieden haben, dass sie Palliativmedizin\u00a0 u n d\u00a0\u00a0 Euthanasie wollen, ist es klar, dass sie die Argumente der Palliativmedizin nicht mehr erreichen k\u00f6nnen, da die Argumentationsebenen eben nicht mehr die gleichen sind. Die Euthanasie sollte so als Fortsetzung der Palliativmedizin\u00a0 mit anderen Mitteln gelten. Aber wenn die Frage keine medizinische mehr ist, wieso sollten sich dann \u00fcberhaupt die Mediziner an ihrer Beantwortung beteiligen?<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Philosoph Andr\u00e9 Glucksmann zitierte vor kurzem in einem Grundsatzartikel, (\u201eTyphons Schreckgespenst, T\u00f6te deinen N\u00e4chsten wie dich selbst\u201c) der auch im Rheinischen Merkur erschienen ist (hier fungiert unser Premierminister sogar als Mit-Herausgeber&#8230;), Papst Johannes Paul II mit dem bekannten Satz: \u201eDer Nihilismus ist, ehe er noch im Gegensatz zu den Anspr\u00fcchen und Inhalten des Wortes Gottes steht, Verneinung der Humanit\u00e4t des Menschen und seiner Identit\u00e4t\u201c (Fides et ratio) Heute erwachse die Gefahr aus einer Vernunft, die sich f\u00fcr schwach h\u00e4lt und auf ein Begreifen der Wirklichkeiten verzichte. Letzlich s\u00fcndige die Vernunft nicht mehr aus \u00dcberheblichkeit, sondern aus selbstm\u00f6rderischer Entsagung und s\u00e4e unter den Postmodernen einen Ha\u00df gegen das Denken aus. Diese moderne Euthanasie der Vernunft k\u00f6nne dem Glauben keinerlei Nutzen bringen, wie Benedikt XVI. ausdr\u00fccklich betont. Sie \u00f6ffne im Gegenteil dem herrschenden Nihilismus Tor und T\u00fcr, da sie es nicht mehr wage, das Falsche als falsch und das B\u00f6se als b\u00f6se zu brandmarken. Die Geschm\u00e4cker seien eben von Natur aus verschieden, so laute ihr Credo und sie frage auch nicht mehr nach den wesentlichen Tabus der Kulturen. Eine Vernunft, die es sich versage auszusagen, versage es sich auch anzuklagen und kapituliere vor der Willk\u00fcr. Der Nihilismus verk\u00fcnde nicht nur die Relativit\u00e4t der G\u00fcter und Werte, sondern, noch radikaler, die Relativit\u00e4t des B\u00f6sen, indem er sich bem\u00fche, das B\u00f6se unsichtbar, unsagbar und undenkbar zu machen. Soweit Andr\u00e9 Glucksmann und die letzten P\u00e4pste. (7)<\/p>\n<p>Es geht nun ja nicht nur darum, dass man ein pers\u00f6nliches Recht in Anspruch nehmen wolle, Todeszeitpunkt und zu einem gewissen Teil auch Todesart selbst auszuw\u00e4hlen und zu bestimmen, dieses Recht besitzt ja eigentlich schon jeder von uns.Es geht darum, dass der Einzelne das Recht haben will, get\u00f6tet zu werden, wenn er des Lebens m\u00fcde ist und dass die Gesellschaft \u00fcber den Weg von Gesetzen und Verordnungen f\u00fcr die Organisation und Abwicklung dieses Vorgangs durch \u201eSpezialisten\u201c Verantwortung \u00fcbernimmt.<\/p>\n<p>Das Ende der medizinischen Bem\u00fchungen um ein menschenw\u00fcrdiges Sterben findet aber statt im Rahmen der ambulanten und station\u00e4ren\u00a0 Palliativmedizin, und dies hat nichts mit dem b\u00f6sen Wort des \u201eacharnement palliatif\u201c (8) zu tun, wie es von dem belgischen Euthanasie-Bef\u00fcrworter Dr Lossignol des Institut Bordet immer wieder gern, zuletzt auch hier in Luxemburg, gebraucht wird. Es ist deshalb auch gar nicht erstaunlich, wie eine hochentwickelte T\u00f6tungskultur wie in den Niederlanden oder Belgien parallel zu einer hochentwickelten Palliativmedizin entstehen kann. Beide haben n\u00e4mlich nichts miteinander zu tun; erstere hat mit Ideologie zu tun, letztere nur mit Medizin.<\/p>\n<p>Euthanasie ist eine Pseudo-Antwort auf eine vermeintlich medizinische Frage, die so nie von der Medizin gestellt wurde. Die weltanschaulichen Fragen aber mitten im Leben, zum Zeitpunkt eines nur subjektiv so empfundenen Ende des \u201ew\u00fcrdevollen\u201c Lebens oder am auch im medizinischen Konsens so definierten Ende des Lebens bed\u00fcrfen einer anderen Antwort der Gesellschaft, die sich allerdings dann nicht aus falsch verstandener Scham oder mit Bedacht unter dem weissen Mantel der Medizin verstecken darf, nur damit die gesellschaftliche Akzeptanz erh\u00f6ht wird und die wahre Absicht\u00a0 verschleiert wird.<\/p>\n<p>Ein weiteres aktuelles\u00a0 Beispiel f\u00fcr die ideologische Willk\u00fcr der Euthanasie -Bef\u00fcrworter ist die\u00a0 versuchte Umwidmung des Allerseelentags zum \u201eWelttag f\u00fcr das Recht auf einen w\u00fcrdigen Tod\u201c durch die franz\u00f6sische \u201eAssociation pour le droit de mourir en dignit\u00e9\u201c. Wie es Jean Leonetti\u00a0 im La Croix-Interview\u00a0 k\u00fcrzlich so treffend kommentierte, m\u00fcsste es hier richtigerweise ganz schlicht heissen, \u201eWelttag der Euthanasie-Bef\u00fcrworter\u201c, denn die W\u00fcrde geh\u00f6re allen Menschen und niemand habe das Recht, sie f\u00fcr seine Zwecke zu instrumentalisieren.<\/p>\n<p>\u00ab\u00a0L\u2019Association pour le droit de mourir dans la dignit\u00e9 (ADMD) pr\u00e9sente l\u2019euthanasie comme un acte de courage et de libert\u00e9 mais ce n\u2019est pas ce que je vois dans les demandes de mort et de suicide assist\u00e9 que je rencontre. Dans ces demandes, on n\u2019est pas dans le registre du courage, mais de la d\u00e9tresse de personnes malades. Ce ne sont pas non plus des situations de libert\u00e9: ceux qui demandent \u00e0 mourir le font parce qu\u2019ils souffrent \u00e9norm\u00e9ment ou se sentent abandonn\u00e9s.<\/p>\n<p>Autrement dit, ils ont le \u00ab choix \u00bb entre une impasse de vie et la fuite dans la mort: ce n\u2019est pas ce que j\u2019appelle la libert\u00e9. La libert\u00e9, c\u2019est celle de pouvoir changer d\u2019avis, alors que l\u2019euthanasie, elle, est irr\u00e9versible. Un chiffre est r\u00e9v\u00e9lateur \u00e0 cet \u00e9gard: les trois quarts des personnes qui font une tentative de suicide et sont sauv\u00e9es ne r\u00e9cidivent pas. Avec cette initiative et ces revendications, on se trouve donc face \u00e0 un leurre, mais, pour bien le comprendre, il faut distinguer deux cas de figure.<\/p>\n<p>Les demandes de mort peuvent survenir soit en phase terminale d\u2019une maladie, lorsque le patient n\u2019a plus que quelques jours ou quelques semaines \u00e0 vivre, soit en cas de maladie grave et incurable mais sans que la mort soit imminente, comme pour Chantal S\u00e9bire. Dans le premier cas, la loi du 22 avril 2005 r\u00e9pond \u00e0 quasiment toutes les situations.<\/p>\n<p>Si la personne souffre, on peut augmenter les doses de m\u00e9dicaments, m\u00eame si cela a pour effet secondaire d\u2019abr\u00e9ger sa vie. On peut aussi l\u2019endormir \u00e0 l\u2019aide de s\u00e9datifs ou arr\u00eater un traitement maintenant artificiellement sa vie s\u2019il le demande. La loi dit aussi que, dans ces circonstances, la qualit\u00e9 de la vie prime sur sa dur\u00e9e.<\/p>\n<p>En r\u00e9sum\u00e9, la l\u00e9galisation de l\u2019euthanasie est ici inutile. Toutefois, dans un souci de p\u00e9dagogie &#8211; le texte de 2005 \u00e9tant mal connu et mal appliqu\u00e9 aujourd\u2019hui -, on pourrait proposer une modification du code de d\u00e9ontologie m\u00e9dicale, afin de bien pr\u00e9ciser ce qu\u2019est un traitement d\u2019accompagnement, comme la s\u00e9dation. L\u2019arr\u00eat de traitements n\u2019est en aucun cas l\u2019arr\u00eat de soins.<br \/>\nQu\u2019en est-il dans le deuxi\u00e8me cas de figure, lorsque la mort n\u2019est pas imminente ?<\/p>\n<p>On se trouve alors dans la situation o\u00f9 la personne revendique le droit de mourir en disant : \u00ab C\u2019est mon choix, ma libert\u00e9, je veux mourir, aidez-moi \u00e0 le faire. \u00bb Dans cette hypoth\u00e8se, la personne peut se suicider, c\u2019est un \u00ab droit libert\u00e9 \u00bb, mais pas un \u00ab droit cr\u00e9ance \u00bb vis-\u00e0-vis de la soci\u00e9t\u00e9. En d\u2019autres termes, la soci\u00e9t\u00e9 n\u2019a pas \u00e0 assumer ce geste pour elle. Chantal S\u00e9bire s\u2019est suicid\u00e9e, c\u2019\u00e9tait son choix personnel respectable, mais la soci\u00e9t\u00e9 n\u2019avait pas \u00e0 l\u2019\u00e9riger en loi.<\/p>\n<p>Vouloir contr\u00f4ler la vie et la mort est une erreur, largement d\u00e9velopp\u00e9e dans l\u2019opinion. L\u00e0 encore, l\u2019affaire S\u00e9bire est r\u00e9v\u00e9latrice: d\u2019un c\u00f4t\u00e9, on avait la simplicit\u00e9 de l\u2019\u00e9motion et de l\u2019image de la douleur; en face un raisonnement qui accepte la complexit\u00e9 d\u2019une situation particuli\u00e8re. Mais l\u2019image est plus forte que la pens\u00e9e.<\/p>\n<p>Pourtant, je suis assez confiant. Deux grands mouvements traversent actuellement notre soci\u00e9t\u00e9: d\u2019une part, une demande individuelle de plus en plus forte, o\u00f9 la revendication de chacun est v\u00e9cue comme un droit; de l\u2019autre une qu\u00eate de sens: sens de la vie, de la solidarit\u00e9, du lien. Il ne faut pas sous-estimer ce second mouvement, tr\u00e8s profond. J\u2019ajoute que l\u2019euthanasie pouvait en effet appara\u00eetre comme l\u00e9gitime lorsqu\u2019il n\u2019y avait pas de r\u00e9ponse \u00e0 des souffrances atroces.<\/p>\n<p>Cette attitude pouvait para\u00eetre moderne, mais avec le d\u00e9veloppement des soins palliatifs, on n\u2019en est plus l\u00e0. Le \u00ab prendre soin \u00bb est la v\u00e9ritable attitude de modernit\u00e9. Il est faux de dire, comme le fait l\u2019ADMD, que les deux syst\u00e8mes peuvent coexister. Ils sont en r\u00e9alit\u00e9 incompatibles parce qu\u2019ils renvoient \u00e0 des valeurs radicalement diff\u00e9rentes. En l\u00e9galisant l\u2019euthanasie, on se place sur le terrain de la certitude, de l\u2019individu, de la rupture; avec les soins palliatifs, on est sur celui du doute, du collectif, du lien. La soci\u00e9t\u00e9 ne peut porter ces deux conceptions fondamentales en m\u00eame temps en son sein.\u00a0\u00bb (9)<\/p>\n<p>Die Fragen Euthanasie und medizinische Hilfe zur Selbstt\u00f6tung einerseits und Palliativmedizin andererseits haben nur insofern miteinander zu tun als dass das Erleben und die Wahrnehmung von menschlichem Leid den gemeinsamen Ausgangspunkt bilden; dann trennen sich ihre Wege und sie k\u00f6nnen sich auch niemals erg\u00e4nzen, denn ihre Grundauffassungen vom Umgang und von der Ehrfurcht vor dem menschlichen Leben widersprechen sich und schliessen sich gegenseitig aus. Es ist einer der gr\u00f6ssten Fehler der verantwortlichen Politiker dieses Landes, diese beiden Gesetzestexte zeitlich und inhaltlich miteinander verbunden zu haben.<\/p>\n<p>Dass der belgische Euthanasie-und (!) Palliativ-Mediziner Dr. Lossignol sich in einem k\u00fcrzlich erschienen Artikel stolz\u00a0 und erfreut dar\u00fcber \u00e4ussert, dass neben der Beschreibung der Kunst des Heilens nun auch die der Kunst des guten T\u00f6tens Eingang in den Codex der Berufspflichten der belgischen \u00c4rzte gefunden hat (10), ist eigentlich nur ein weiteres trauriges Beispiel daf\u00fcr, wie der \u00e4rztliche Berufsstand, der \u00fcber Jahrtausende als Garant f\u00fcr Solidarit\u00e4t und F\u00fcrsorge beispielgebend war, nun im 21. Jahrhundert im Namen der Ideologie und des Zeitgeistes seine eigene Identit\u00e4t preisgibt und damit den allgemeinen Werteverfall weiter f\u00f6rdert. Der T\u00f6tungsakt wird erstmalig im Lauf der Geschichte als medizinische Handlung bezeichnet: \u00ab\u00a0l\u2019ultime acte m\u00e9dical proprement dit de l\u2019acte d\u2019euthanasie ou de l\u2019assistance au suicide\u201c heisst es auch ganz lapidar in der Begr\u00fcndung der parlamentarischen Gesundheitskommission zum 5. Ab\u00e4nderungsantrag zum Artikel 14 vom 5. November 2008. Und das gleiche gilt f\u00fcr die \u00e4rztliche Beihilfe zur Selbstt\u00f6tung. Ein Arzt aber, der den Suizid vollstreckt, raubt geradezu die therapeutischen Optionen und der Psychiater, der \u2013 ganz im Gegensatz zur klassischen psychiatrischen Haltung \u2013 den Suizid f\u00fcr eine sinnvolle Alternative h\u00e4lt, wird zum Vollstrecker. Das Schweigen der Berufsgruppe der Psychiater unseres Landes zu diesem infamen Gesetz hat viele Menschen \u00fcberrascht und erschreckt.<\/p>\n<p>\u201eEin Verbrechen h\u00f6rt dadurch, dass es zum Gesetz erhoben wird, nicht auf, ein Verbrechen zu sein.\u201c (11) Oskar Loerkes Aussage gilt auch heute noch und hier. Und um ein dreifaches Verbrechen geht es in diesem Gesetz. Ein konkreter Mensch wird mit Duldung des Gesetzes von einem Arzt unter Missachtung aller bisher geltenden Leitbilder und Aufgaben der Solidar-Gemeinschaft und des \u00e4rztlichen Berufsstandes bewusst get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Wenn das Gesetz zu Euthanasie und Beihilfe zur Selbstt\u00f6tung demn\u00e4chst im luxemburgischen Parlament gestimmt wird, dann sollten unsere Volksvertreter auch den Mut haben, ihre Absichten nicht mehr mit dem weissen Mantel der Medizin zu verkl\u00e4ren. Mit der Einf\u00fchrung eines neuen Berufsstandes des para-medizinischen T\u00f6tungsbeauftragten w\u00e4ren die verschiedenen Aufgabenfelder hinreichend voneinander abgegrenzt und jeder k\u00f6nnte sich nach seiner eigenen Auffassung von W\u00fcrde zu Tode bringen lassen, ganz ohne das L\u00fcgen-M\u00e4rchen von der Euthanasie als notwendiger \u201emedizinischen\u201c Erg\u00e4nzung zu einer vermeintlich versagenden palliativen Medizin.<\/p>\n<p>Ich will mit einem zweiten Zitat von Bertolt Brecht schliessen. \u201eDer warme Wind bem\u00fcht sich noch um Zusammenh\u00e4nge, der Katholik\u201c, schreibt er &#8211; wohl ironisch \u2013 in seinem 1. Psalm. (12) Brecht hatte diese literarische Gebetsform der Israeliten sehr fr\u00fch f\u00fcr sich wiederentdeckt und h\u00e4lt hierzu schon 1920 in seinem Tagebuch fest: \u201eIch muss noch einmal Psalmen schreiben. Das Reimen h\u00e4lt zu sehr auf. Man muss nicht alles zur Gitarre singen k\u00f6nnen\u201c.(13) Die beschriebenen Zusammenh\u00e4nge zu erkennen und sie zu ber\u00fccksichtigen ist im \u00fcbrigen die Aufgabe aller Menschen und nicht nur die der von Brecht hier erw\u00e4hnten Katholiken.<\/p>\n<p>*Neurologe und Psychotherapeut<br \/>\nH\u00f4pital Saint Louis<br \/>\nEttelbruck<\/p>\n<p>Luxemburger Wort, 24. November 2008<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<p>1.Brecht Bertolt, Geschichten vom Herrn Keuner &#8211; Z\u00fcrcher Fassung. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2004<\/p>\n<p>2. Gawande A et al., Physicians and Execution \u2014Highlights from a Discussion of Lethal Injection , New England Journal of Medicine,<br \/>\n2008 Jan 31;358(5):448-51.<\/p>\n<p>3. Annas GJ,\u00a0 Toxic tinkering&#8211;lethal-injection execution and the Constitution.New England Journal of Medicine, 2008 Oct 2;359(14):1512-8.<\/p>\n<p>4. Borasio GD et al,\u00a0 Einstellungen zur Patientenbetreuung in der letzten Lebensphase. Eine Umfrage bei neurologischen Chef\u00e4rzten, Der Nervenarzt 2004, 75 (12)\u00a0:1187-1193<\/p>\n<p>5. Allensbacher Berichte , Einstellungen zur aktiven und passiven Sterbehilfe,\u00a0 Umfrage 10023, Juli 2008, Nr. 14, 2008<\/p>\n<p>6. Tillich Paul, Auf der Grenze, Stuttgart 1962, S.9<\/p>\n<p>7. Glucksmann Andr\u00e9, Typhons Schreckgespenst, T\u00f6te deinen N\u00e4chsten wie dich selbst, Rheinischer Merkur, 32\/2008, 7.8.2008<\/p>\n<p>8. Lossignol Dominique, Soins palliatifs\u00a0: option ou obligation? Texte transmis par l\u2019ADMD-L\u00ebtzebuerg\u00a0 pour information aux membres de la Chambre des D\u00e9put\u00e9s\u00a0 le 30 septembre 2008. Texte publi\u00e9 en janvier 2000 sous le titre \u00ab\u00a0Parfois, au nom de l&#8217;Humanit\u00e9, le d\u00e9c\u00e8s est la seule issue\u00bb<\/p>\n<p>9. Leonetti Jean, Interview avec Denis Ledogar, La Croix, 30 octobre 2008<\/p>\n<p>10. Lossignol Dominique, Euthanasie et techniques palliatives en fin de vie, Le Journal du r\u00e9seau cancer de l\u2019Universit\u00e9 Libre de Bruxelles, num\u00e9ro 8, 200788<\/p>\n<p>11. Loerke Oskar, Tageb\u00fccher 1903-1939, Deutsche Akademie f\u00fcr Sprache und Dichtung, Darmstadt<\/p>\n<p>12. Brecht Bertolt, Der erste Psalm, Werke. Gro\u00dfe kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe. Band 11: Gedichte<\/p>\n<p>13. Brecht Bertolt, Tagebuch-Notiz vom 31. August 1920, Werke. Gro\u00dfe kommentierte Berliner und Frankfurter\u00a0\u00a0 Ausgabe.\u00a0 Band 26\u00a0: Tageb\u00fccher\u00a0 1913-1922<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" lang=\"de-DE\" align=\"justify\">\u00dcber die moderne Euthanasie der Vernunft<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"justify\">von Dr. Robert Thill-Heusbourg*<\/p>\n<p>In Bezug auf die bald bevorstehenden zweiten parlamentarischen Abstimmungen zu Palliativmedizin-und Euthanasie-Gesetz erinnert mich die jetzige politische Situation in Luxemburg an eine Kurzgeschichte von Bert Brecht \u201eWenn Herr K. einen Menschen liebte\u201c : \u201eWas tun Sie\u201c, wurde [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-64","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-euthanasie","odd"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=64"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87,"href":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/64\/revisions\/87"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=64"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=64"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.thill-heusbourg.lu\/test\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=64"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}